epa - ist es mein Algorithmus oder läuft es wie erwartet

oben war der Screenshot vom 16.02.2026.

Am 18.02.2026 sieht es noch mal anders aus, gerade ein Thema des Tages: 

 

18.02.2026: Deutschlandfunk, DER SPIEGEL usw. berichten heute unisono, wie grottenschlecht es mit der ePA läuft. Dass die ePA nicht gut funktioniert, ist nicht überraschend. Seit wir von den Plänen wissen und Details erfahren haben, war offensichtlich, dass die ePA als Rohrkrepierer starten wird. 

Zuletzt sagte ein Verantwortlicher sogar: „Wir bauen das für unsere Kinder!“ – so ein Blödsinn. Wenn meine Kinder groß sind, wird die Technik eine völlig andere sein. Wir brauchen jetzt, allenfalls in unmittelbarer Zukunft, klare Vorteile!

Immer wieder habe ich feststellen müssen, dass Planer in Deutschland glauben, es reiche aus, viel Geld und Arbeit in ein Projekt zu stecken und technisch etwas zu konstruieren – ohne das Verhalten der Bevölkerung und die Realität des Alltags ausreichend zu berücksichtigen. Machbarkeitsanalysen für die praktische Nutzung fehlen häufig.

Natürlich ist die schlechte Nutzbarkeit auch dadurch bedingt, dass ein großes Interesse an den Daten besteht – und nicht unbedingt daran, Abläufe wirklich zu verbessern. 

Große Werbekampagnen braucht es nicht, wenn etwas gut designt ist und zuverlässig funktioniert. Dinge setzen sich von selbst durch, wenn sie spürbar einen echten Zusatznutzen haben. Das Gelbe vom Ei zu versprechen und dann das zu liefern, was wir seit über einem Jahr erleiden, musste zu diesem Ergebnis führen. Das heißt nicht, dass nicht einzelne von der ePA profitieren können, wenn sie sich intensiv kümmern. Und es heißt auch nicht, dass wir nicht in fünf Jahren etwas Funktionierendes haben könnten. Aber es ist schwer zu verzeihen, eine solche ePA auf die Allgemeinheit loszulassen – bei z.B. gleichzeitig weiterhin praktisch null funktionierenden ePA-Strukturen in Krankenhäusern. Uns hat das enorm viel Zeit und Nerven gekostet, bei minimalem Zusatznutzen. Das verschlechtert die Patientenversorgung und führt zu zusätzlichem Leid. Auch im letzten Jahr wurde sehr viel Zeit und Geld verschwendet durch dysfunktionale digitale Anstrengungen, die uns bei medizinischer Fortbildung und Patientenversorgung fehlen – und was, nicht ungefährlich, auch zu Gleichgültigkeit unter Ärztinnen und Ärzten führen kann.

Gebetsmühlenartig: Wir brauchen eine zuverlässige Digitalisierung. Stabil, schnell und bitte: keep it simple.
Wir müssen durch neue Werkzeuge Zeit sparen, nicht verlieren.

Wir brauchen bessere Digitalisierung, ganz klar. Aber nicht vergessen: mit einer Dauerbaustelle verdienen einige Akteure deutlich mehr und deutlich länger Geld als mit einem rasch umgesetzten Erfolgskonzept. Munter bleiben! :)