D wie Danke!

Wir ackern gerade noch die Listen durch für die nächsten zwei Wochen sowie die Impfwochenenden und wollen schon mal D wie Danke sagen.

 

Zur Erinnerung: die Buchstaben - und wir versuchen es allen recht zu machen! 

 

A) AstraZeneca, sonst gar nichts

     oder

B) bevorzugt AstraZeneca, aber BioNTech (ggf. Moderna) wäre auch OK

     oder

C) BioNTech (ggf. Moderna), sonst gar nichts

     oder

D) bevorzugt BioNTech (ggf. Moderna), aber AstraZeneca wäre auch OK

     oder

E) egal, so wie organisatorisch am besten ist / Hauptsache, kein Impfstoff bleibt übrigt

 

Danke an alle, die sich die kleine Arbeit gemacht haben, eine Mail zu schreiben mit dem Impfstoffwünschen und der großen Kompromissbereitschaft. Wir wissen, dass nicht jeder den PC regelmäßig nutzt. Aber die sehr alten Patientinnen und Patienten sind bei uns fast alle vollständig geimpft. Die letzten, die man an einer Hand abzählen kann, können sich ggf. Hilfe holen. Demnächst hat Vaddern sogar noch eine 2x30 km-Tour vor sich, um einem alten Patienten nach Krankenhausaufenthalt und Umzug in ein Pflegeheim die zweite Dosis zu geben, da es vor Ort logistisch nicht möglich sei. Natürlich kann man seinen Impfstoff-Wünsche auch schriftlich abgeben oder in den Briefkasten werfen. Für die, die kein Deutsch sprechen haben wir via Rathaus informieren lassen. Des Weiteren hoffen wir auf die Weitergabe der Information via Gespräch, Social Media etc. 

 

Sehr viele haben „B“, "D" oder „E“  genannt. Dies zeigt uns, dass man uns, aber auch ingesamt versteht. Auch „C“ ist OK! Auch die wenigen A-Wähler haben dies sicherlich bewusst gemacht, z.B. um zu signalisieren, dass die plötzlichen und nicht abgesprochenen Aussagen aus Berlin vermutlich mehr Schaden als Nutzen gebracht haben. Oder aber die A-Wähler wollen einen Malta-Urlaub  machen, dem einzigen mir bekannten EU-Land, welches die Kreuzimpfung aktuell nicht akzeptiert. Spaß beiseite. Gerade heute ging durch die Presse, dass in Bremen immer mehr Impfstoff im Müll landet. Das ist sehr schade bis dekadent. International wird bereits bis in die höchsten Ämter der Ausdruck Impfstoff-Apartheid genutzt. Da möchten wir nicht mitmachen! Es ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir möchten keinen wirksamen Impfstoff in den Müll werfen, nur weil es etwas gibt, dass etwas besser ist.

 

Bis jetzt haben wir allen, die unser Bitte nach einer strukturierten E-Mail nachgekommen sind, die Wünsche erfüllen können. Auch für die Mails mit dem C- Buchstaben danken wir. Es gibt kein richtig und kein falsch. Somit ist der Wunsch klar geäußert und wir können besser planen. Jeder C-Wähler, hat bis jetzt den entsprechenden Wunschimpfstoff bekommen bzw. bekommt den. Dies gilt auch auch für die Menschen aus der Kurztermin-Gruppe der nächsten drei Wochen wie im Post vom 2.7. 2021 geschrieben. Es werden hoffentlich alle Wünsche erfüllt. Jede/r bekommt den gewünschten  Impfstoff vor, wenn es logistisch zu bewerkstelligen ist. Wenn wir es nicht schaffen, müssen wir ans Impfzentrum Zeven verweisen, wo es immer leichter wird einen Termin zu bekommen. Wir sind auch nicht beleidigt, wenn jemand sich im Impfzentrum impfen lässt, wir haben von Anfang an dies befürwortet. Wichtig ist uns nur, dass sie uns rechtzeitig informieren. Nicht bei uns erscheinen, ohne sich abgemeldet zu haben, wäre schlecht.

 

Falls irgendwann eine E-Mail untergangen sein sollte, bitte ich dies zu entschuldigen. Bitte dann noch einmal Montag per Mail schreiben, heute Nacht gehen wir noch mal alles komplett durch und kontaktieren die Tage die meisten Menschen telefonisch. 

 

Leider gab es ein paar wenige unangenehme E-Mails und Auftritte in der Praxis. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass wir versuchen alles möglich zu machen. Selbst bei Umplanung aufgrund von Urlaubswünschen haben wir in den meisten Fällen helfen können, freuen uns natürlich, wenn Sonderwünsche die Ausnahme bleiben. Belehrungen bzgl. der Impfstoffdatenlage brauche ich aktuell nicht. Jeder Wunsch ist erlaubt, macht aber Extraarbeit und die Zeit muss irgendwo eingespart werden. Das Vorgehen via Mail macht es viel einfacher und hält uns nicht von der Arbeit bei laufendem Praxisbetrieb ab. Außerdem haben wir tolle Unterstützung im Nachbardorf und in Bremen, die bei der Orga helfen und da ist der Mail-Kontakt besser. Natürlich läuft nicht alles immer wie am Schnürchen. Wieviel Impfstoff wir geliefert bekommen, wissen wir noch nicht, wenn wir die Listen erstellen. Im Gegensatz zu einem enorm gut besetzten Impfzentrum sind wir alle schon deutlich länger im Einsatz und bei uns muss die Patientenversorgung weitergehen.  Wie gesagt - es gibt immer noch die Ausweichmöglichkeit nach Zeven - bitte aber mit rechtzeitiger Info an uns. 

 

Insgesamt ist es typisch und auch verständlich für einen Ausbruch, dass Emotionen auch mal überkochen, besonders in der späten Niedrigrisikophase wenn sich alles hinzieht wie ein zäher Kaugummi. Wichtig bleibt: machen wir weiter, bringen wir es voran, halten wir die Wirbel um Details klein, trennen wir Wichtiges von weniger Wichtigem, nehmen wir den Verunsicherten die Ängste. Bei uns gibt es keine lange Warteliste mehr, kaum noch Erstimpfungen bei uns. Die, die Janssen von Johnson&Johson gewünscht haben, werden auch bald angerufen und geimpft. Bald hat auch jeder deutschlandweit ein Impfangebot bekommen, bzw. kann sich ohne großen Aufwand in eine der vielen Listen eintragen lassen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem wir schauen müssen dann nicht unter ggf. überzogenen Maßnahmen zu leiden, sondern mit einem signifikanten Restrisiko wieder in einen normaleren Zustand überzugehen. Schüler*Innen, Lehrer*Innen, Selbstständige, alles was den Tourismus- und Kulturbetrieb betrifft, Pflegedienst-, Physio-, Krankenhaus- und Pflegeheimmitarbeiter*Innen u.a. haben genug gelitten. 

 

Dann wird uns das Virus weiter begleiten. Die Geimpften werden ggf. irgendwann erneut geimpft werden (ein spannendes Thema, besonders mit Blick auf Interessen von Staaten, Firmen und den Menschem außerhalb der Hocheinkommensländer), Nichtgeimpfte werden sich zum größten Teil mit dem Wildtypvirus infizieren und in den meisten Fällen einen leichten Verlauf präsentieren. Todesfälle wird es immer wieder geben. Inwieweit das Post-COVID-Syndrom, besonders bei jungen Menschen individuell wie auch gesellschaftlich noch lange beschäftigen wird, bleibt abzuwarten. Im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis habe ich ein paar schlimme Verläufe sehen können, teilweise Leistungsträger einer Abteilung, die jetzt gekündigt haben und sich ihr vorheriges Leben zurück wünschen. Das kommt recht selten vor, aber bei der Größe der Bevölkerung ist das Problem nicht zu unterschätzen. Wie es insgesamt weitergehen wird international und besonders wie viele Jahre noch, kann niemand sagen.  

 

Machen wir alle das Beste aus der Sache.

 

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, etwas anders als geplant   

Wir schauen digital vorbei und machen den Kleinen Vorfreude aufs nächste Jahr!

https://www.tarmstedter-ausstellung.de/start/